Wiederholen
Was bedeuten die Farben im Text?Karteikarten
[Wiederholen der Karteikarten | Vorteile | Nachteile | Tips]
- regelmäßig geübt wird,
- rechtzeitig begonnen wird,
- das Wissen sinnvoll aufbereitet wurde.
- wird überflüssiges Wiederholen vermieden,
- sichergestellt, daß alles gelernt wurde,
- wird wenig Zeit für das Lernen aufgewendet.
Ein ähnliches Verfahren wird im Buch von Sebastian Leitner beschrieben. Wer hier Probleme hat, kann sich ja mal das System aus dem Buch anschauen.
Erstellen der Karteikarten
Zunächst braucht man Karteikarten in der Größe DIN A7 oder A8. 100 Stück sollten für einen kleinen Test dieses Verfahrens ausreichen. Sie sind in diesen Formaten in den meisten Schreibwarenläden in verschiedenen Farben erhältlich.
Auf die Vorderseite jeder Karte kommt eine Frage, auf die Rückseite die zugehörige Antwort. Das hört sich leicht an, aber in der Praxis treten doch immer wieder Probleme auf. Hier ein paar Hinweise:
- Fragen sollten so formuliert werden, daß sie möglichst wenig Informationen preisgeben.
- Fragen, die man mit Ja oder Nein beantworten kann, sind zu vermeiden.
- Fragen mit sehr ähnlichen Antworten sollten zusammengelegt werden. Außerdem sollte eine zweite Karte angefertigt werden, auf der nach den Unterschieden gefragt wird.
- Fragen müssen eindeutig beantwortet werden können.
Für die Antworten gilt, daß sie auf die Karte passen müssen. Wenn man mehr als 3/4 der Karte vollschreibt, sollte man sich überlegen, ob man die Antwort vielleicht auf mehrere Fragen verteilen kann. Außerdem gilt:
- Möglichst knappe, aber korrekte Antworten formulieren.
- Die Antwort sollte nach dem Schreiben der Karte noch einmal überprüft werden.
- Auf der Rückseite (!) ist zu vermerken, wo man weitere Informationen nachlesen kann. Am besten gibt man gleich den genauen Ort an (Seitennummer, Datum der Mitschrift, ...)
Da man oft mehrere verschiedene Themengebiete bearbeitet, fand ich es sehr nützlich, jedem Gebiet eine eigene Farbe zuzuordnen. Zum einen kann man so die Karten besser auseinanderhalten, zum anderen unterstüzt das auch das Lernen, wenn die Farbe konsequent verwendet.
Lernen der Karteikarten
Ohne sich vorzubereiten, versucht man, die Fragen auf den Karten zu beantworten. Wird richtig geantwortet, so legt man die entsprechende Karte beiseite. Falsch beantwortete Karten kommen an das Ende des Stapels. Nach ein paar Durchgängen sollte man nur noch zwei oder drei Karten in der Hand halten. Das sind schwierige Fragen, die man entweder etwas intensiver bearbeitet und dann weglegt oder sich für den nächsten Tag aufhebt. Mehr als vier Karten dürfen aber nicht übrig bleiben. Bei allem ist zu beachten:
- Die Fragen sind nur dann als richtig beantwortet anzusehen, wenn jede (!) Einzelheit der Antwort wiedergegeben wurde.
- Es bringt nichts, wenn man korrekt beantwortete Fragen weiterhin wiederholt. Sobald eine Frage einmal richtig beantwortet wurde, wird sie beiseite gelegt.
- Wer merkt, daß falsche Antworten auf den Karten stehen (auch das kann mal passieren), sollte sie sofort ändern.
- Schwierige Fragen können durchaus deshalb so schwierig sein, weil die Antwort zu umfangreich ist. Man sollte sich dann überlegen, ob man diese eine Frage nicht durch mehrere Teilfragen ersetzt.
Einordnen der Karteikarten
Nun wird eine weitere Karte (im weiteren Datumskarte genannt) genommen, auf der man das Datum verzeichnet, an dem der Stapel wiederholt werden soll. Zunächst einmal ist das der morgige Tag. Damit man die einzelnen Stapel besser voneinander trennen kann, nimmt man als Datumskarte eine, die aus dickerem Karton gefertigt wurde. Eine andersfarbige Karte würde es auch tun.
Der Anfängerstapel wird nun an die Spitze aller schon gelernten Stapel gelegt, und man wäre fertig, wenn man nicht die Stapel wiederholen müßte. Der Einfachheit halber nehme ich an, daß man alle Stapel hintereinander (nach Datum sortiert) in einen Karteikasten packt.| Lernen mit Karteikarten - Teil II |
