Mnemotechnik
Was bedeuten die Farben im Text?
Grundlagen - Teil I
Wie
bereits erwähnt, ist es nötig, für die verschiedenen Wortarten
zu erklären, wie sie in Bilder umgewandelt werden und was dabei zu beachten ist. Im folgenden gibt es
dazu immer wieder Übungen, die durchaus darin bestehen können, sinnlose Wortpaare oder Wortketten zu
lernen. Sie sind mit Absicht so gewählt! Wenn man diese Worte ohne Probleme lernen und behalten kann,
so wird es dann bei sinnvollem Wissen um so besser gehen.
Gegenstände
Begriffe, die Gegenstände oder Lebewesen beschreiben, sind sehr einfach zu lernen. Jeder hat von
ihnen bereits eine konkrete Vorstellung.
Stelle Dir jeden der folgenden "Gegenstände" mit geschlossenen Augen vor. Achte darauf, daß Du möglichst
nur den Gegenstand selbst siehst. Wenn Du Dir also ein Buch vorstellst, ist es vollkommen unwichtig, ob
es auf einem Schreibtisch liegt oder im Regal steht. Erst einmal ist es auch egal, ob es ein dickes oder
dünnes Buch, ein grünes oder ein blaues Buch ist. Nimm einfach das erste Bild, das Dir in den Sinn kommt.
Ball, Lampe, Auto, Tiger, Hose, Feder, Schildkröte, Buch, Steckdose, Armbanduhr
Einige dieser Begriffe lassen ein paar Freiheiten zu. Eine Lampe kann eine Schreibtischlampe oder eine Stehlampe
sein. Das beste ist, Du versuchst, Dir nur die markanten Merkmale vorzustellen. Was markant ist, legt jeder für
sich selbst fest! Solange Du später weißt, daß es sich um eine Lampe und keine Stehlampe handelt,
ist alles in Ordnung. Falls Du es nicht mehr weißt, solltest Du Dich fragen, worin der Unterschied zwischen einer Lampe
und einer Stehlampe besteht. Ist das klar, brauchst Du Dir den Unterschied nur vorstellen. Mehr dazu
später.
Wortpaare
Die einfachste Assoziation ist das Verbinden zweier Bilder. Sie werden erst einmal nur zum
Üben gebraucht, sind aber unverzichtbar, da Du hier fast alles lernen kannst, was bei bildhaften
Assoziationen wichtig ist.
Möchtest Du zwei Worte miteinander verbinden, brauchst Du sie nur in einem Bild unterzubringen.
Wie sieht das nun genau aus? Angenommen ich möchte das Paar
Karton - Suppe lernen.
Dazu stelle ich mir einen (Papp)Karton vor, in den ich gerade Suppe hineinschütte. Dabei versuche
ich mir vorzustellen, wie die Suppe auf den Karton klatscht; es spritzt richtig.
Dabei sollte man auf folgende Dinge achten:
- Das Bild, das einem als erstes einfällt, ist (fast immer) das Richtige.
- Es sollten nur die Dinge vorkommen, die man sich merken will.
Was sollst Du nun machen? Wenn Du später das Wort Suppe hörst, stellst Du Dir eine Suppe
vor und plötzlich erinnerst Du Dich daran, wie Du die Suppe in den Karton geschüttet hast. Das
zweite Wort war also "Karton".
Bei einem Wortpaar ist es sicherlich kein Problem, sich alles "normal" zu merken, aber was
passiert bei 50 oder 100 Wortpaaren? Was passiert, wenn Du sofort nach dem Assoziieren,
ein paar Stunden beschäftigt bist und keine Zeit hast, die Bilder zu wiederholen? Gar nichts,
Du weißt sie hinterher immer noch!
Hier nun die erste Übung. Bitte stell Dir für jedes Wortpaar kurz ein Bild vor. Lies einfach
weiter, sobald Du mit allen Wortpaaren fertig bist. Wiederhole auf keinen Fall irgendwelche Wortpaare!
| Auto | Hose |
| Ball | Lampe |
| Buch | Schildkröte |
| Tiger | Kaugummi |
| Säge | Tasche |
| Melone | Rakete |
| Lupe | Schraubenzieher |
| Zelt | Stuhl |
| Schere | Feder |
| Motorrad | Geige |
Ich hoffe, Du kannst Dir jetzt ein klein wenig Zeit lassen. Idealerweise solltest
Du einige Minuten (besser Stunden) warten, bevor Du alles kontrollierst. Versuche,
in dieser Zeit nicht an die Übung zu denken. Danach geht es zur
Kontrolle dieser Übung.
Falls es Probleme beim Finden der richtigen Bilder gab, habe ich ein paar
Beispiele aufgeschrieben.
Wenn Du Lust hast, auszuprobieren wie lange die Wortpaare im Gedächtnis bleiben,
kannst Du sie einfach am nächsten Tag oder noch später wieder kontrollieren.
... und weiter
Es spricht nichts dagegen, warum das nicht auch mit 50, 100 oder gar 200 Wortpaaren
funktionieren soll. Wer noch skeptisch ist, kann ja
weiterlesen.
Alle anderen bitte auch.